Ausgabe August | 2019

AUSZUG AUS DEM INHALT:

TITELTHEMA
Brandschutz bei öffentlichen Veranstaltungen – Sicherheitskonzepte – Zweck und Erstellung
Ein Sicherheitskonzept für eine Veranstaltung im Sinne der Muster-Versammlungsstättenverordnung (MVStättVO) ist Teil der Genehmigungsgrundlage für die Behörden und dient der Besuchersicherheit und der Besucherzufriedenheit. Doch wie funktioniert das eigentlich genau? Und braucht man sowas immer? Diese und mehr Fragen werden in diesem Beitrag beantwortet.

AUS DER PRAXIS
Brandgefährdungen – Beurteilung und Maßnahmen
Es kommt lediglich dann zu einem Brand, wenn Brandlasten auf ausreichende Zündquellen treffen. Eine Zigarettenkippe kann leicht entflammbare Gegenstände anzünden, Elektrostatik am Körper kann Benzindämpfe entzünden. Zugestellte Abluftöffnungen können zur Überhitzung von elektrischen Geräten führen, und das kann einen Brand auslösen. Alles nur „kann“, nicht aber „muss“. Und weil es – relativ und absolut betrachtet – eben so selten passiert, stuft man manchmal gefährliche Situationen dann als unkritisch ein, weil eben noch nie etwas passiert ist.

Brandschutzbegehungen – Vorschriften und Umsetzung
Die Brandschutzbegehung stellt eine Kontrolle dar. Juristisch bedeutet das: Ein Ist-Stand wird mit einem Soll-Stand verglichen; damit ist eigentlich alles gesagt – denn etwas ist so und so Realität, soll aber so und so sein. Und auch für „soll“ gibt es eine gute juristische Definition: Soll heißt muss, wenn man kann. Bei einem Brandschutzseminar hielt eine Staatsanwältin einen Vortrag über dieses Thema, und einer ihrer Sätze lautete: „In deutschen Gefängnissen sitzen ein paar Menschen, die Kontrollen nicht durchgeführt haben.“ Nun muss man sich als Brandschutzbeauftragter (beauftragt, nicht verantwortlich!) jedoch keine allzu großen Sorgen machen, denn wer seinen Beruf ernsthaft angeht, wird derartige Probleme wohl nie bekommen.

Betrieblicher Brandschutz – Rechtssichere Brandschutzorganisation
Zu den wichtigsten Aufgaben eines Betriebs gehört es, die Brandgefahren auf ein Minimum zu reduzieren. Erreicht wird dieses Ziel durch den Aufbau einer betrieblichen Brandschutzorganisation. Der betriebliche Brandschutz betrifft grundsätzlich alle Unternehmen und wird von zahlreichen rechtlichen Vorschriften, u. a. den Bauordnungen der Länder, der Industriebaurichtlinie, der DGUV Vorschrift 1 etc. gefordert.

TECHNIK IN DER BRANDBEKÄMPFUNG
Sicherheitsbeleuchtung – Der Wegweiser im Notfall
Es zeigt sich immer wieder bei Bränden, z. B. in Hochhäusern, Hotels, Gewerbegebäuden oder Flughäfen: Wenn der Strom ausfällt, kann eine Sicherheitsbeleuchtung Leben retten. Sie spendet ausreichend Licht oder gibt die Richtung des Fluchtwegs vor, sodass Menschen in den jeweiligen Gebäuden trotz Verqualmung noch ihren Weg nach draußen finden können.

AUFKLÄRUNG UND UNTERWEISUNG
Brandschutzhelfer – Eine klar umrissene Ausbildung
Wenn der Alarm schrillt oder sogar schon Rauchschwaden aus Stockwerken dringen, zählt jede Sekunde. Spätestens jetzt zeigt sich, ob die Beschäftigten, denen Aufgaben der Brandbekämpfung und Evakuierung übertragen wurden, genau wissen, worauf es ankommt. Die Ausbildung und Unterweisung von Brandschutzhelferinnen und -helfern ist im Schriftenwerk eindeutig definiert.

Erste Hilfe im Betrieb – Die Pflichten des Arbeitgebers
Eine Mitarbeiterin im Büro erleidet einen Herzinfarkt, der Koch-Azubi schneidet sich die Fingerkuppe ab – Situationen wie diese können sich jederzeit ereignen, auch wenn noch so gut für den Arbeitsschutz gesorgt wurde. Nun kommt es darauf an, dass der Betrieb darauf vorbereitet ist und an der Zahl der Ersthelfer nicht gespart wurde. Denn dazu gibt es genauso eindeutige Vorgaben wie für die Ausbildung.

IM TEST
Rauch- und Brandmeldeanlagen – Arten und Einsatz
Brandmeldeanlagen sind zentraler Bestandteil des anlagentechnischen Brandschutzes. Sie können zwar keinen Brand löschen oder eine Brandentstehung eindämmen, jedoch kommen ihnen Aufgaben wie die Früherkennung eines Brands, Informierung der Feuerwehr, Warnung der im Gebäude befindlichen Personen etc. zu. Somit sind sie nicht nur wichtig, sondern auch extrem hilfreich. Doch welche Arten von Brandmeldeanlagen gibt es und wo sind sie vorgeschrieben?

CHECKLISTEN

  • Bestellung zur/zum Brandschutzhelfer/-in
  • Verbandbuch Aufzeichnungen über Erste-Hilfe-Leistungen


Liebe Leserinnen und Leser,

wie lange haben wir nun schon wieder auf viele Sonnenstunden, angenehme Temperaturen bis spät in die Nacht hinein und ausgelassene Menschen gewartet. Tschüss Zwiebellook und Tee – her mit den luftigen Sommerklamotten!

Parallel zu den steigenden Temperaturen nimmt auch die Zahl an Festlichkeiten und Veranstaltungen zu: Sommerfeste stehen an, in Unternehmen treffen sich die ein oder anderen Kollegen noch zum gemeinsamen Feierabendbier auf der firmeneigenen Dachterrasse und manch Arbeitgeber richtet extra für die Belegschaft kleine Grillfeiern aus.

So schön das alles sein mag, es birgt dennoch auch zusätzliche Gefahren. Denn: Wissen alle Kollegen und Teilnehmer der Veranstaltung beispielsweise über brandschutzrelevante Verhaltensweisen Bescheid – auch unabhängig von ihrer täglichen Arbeit? Damit aus einem gelungenen und fröhlichen Fest keine Katastrophe entstehen kann, sollten Sie die entsprechenden Vorkehrungen beachten. In diesem Heft erfahren Sie u. a. ausführlich, welche das sind und wie sie eingehalten werden können.

Schöne Sommermonate und angenehme Veranstaltungen wünscht Ihnen

Ihre

Nina Pfanz
Chefredakteurin „Der Brandschutzbeauftragte“